Alles, was Sie über den Biomeiler wissen möchten.
Dafür gibt es mehrere Gründe:
1.) Da Holzabfall, also minderwertiges Material, verwendet wird, ist es sehr preiswert
2.) Alles Material, das wir verwenden, soll feucht sein — es ist dadurch zum Verbrennen nicht geeignet
3.) Zur Nutzung des Materials und der daraus gewonnenen Wärme wird keine aufwendige Technik benötigt. Mit wenigen 100 € ist die Wärme fast sofort zu nutzen. (ca. 100 m PE Rohrleitung 1" und eine Pumpe)
4.) Selbst wenn das Material getrocknet in einer Holzhackschnitzel Heizung verbrannt werden könnte, ist eine solche Anlage nicht unter ca. € 8.000 zu erhalten. Eine vollautomatische Anlage kostet weit mehr als ca. € 12.000.
5.) Der Kompost, der als Endprodukt von dem Biomeiler übrig bleibt, ist ein ganz hochwertiger Dünger, der für den Obst- und Gemüseanbau eine wichtige Rolle spielt.
Wir haben einen mehrfachen Nutzen, statt einer einmaligen Verbrennung:
Ja, sie können einen Biomeiler „schlüsselfertig" kaufen. Ein 50 t Biomeiler aus Grünschnitt mit 200 m PE-Rohr 1", an die Heizung angeschlossen, mit bis zu 20m Fernwärmeleitung über dem Boden verlegt, kostet Sie von einem zertifiziertem Partner installiert, ca. € 4.800. Darin enthalten sind Arbeitszeit und Material als einmalige Kosten von ca. € 3.300. Der Grünschnitt ist mit ca. € 1.500 berechnet. (Je nach Bundesland und Beschaffungsmöglichkeit, kann das Biomaterial im Preis variieren). Das installierte Material für den Wärmeaustausch und die Heizung können sie in den Folgejahren weiter verwenden.
Fragen sie Ihren zertifizierten Lieferanten auch nach einem 5 Jahres Abo. Dem 5-Jahres-Sorglos-Paket. Z.B. für ein Einfamilienhaus Heizölbedarf von bis max. 3.000 Liter, pro Jahr im Abo € 1.960. Das entspricht einem angenommen Heizölpreis von € 0,65/L über 5 Jahre. Inklusive Auf- und Abbau sowie den An- und Abtransport des Grünschnitts und Düngers.
Die erste Frage die sich stellt ist: Verwende ich Wärmetauscher oder Rohre. Rohre sind preiswerter und führen mehr Wasser im Verhältnis zur verlegten Länge. Rohre sind aber schwieriger aus dem fertig kompostierten Haufen zu entfernen. Am einfachsten zu verlegen ist eine langsam ansteigende Schnecken-Rohrführung. Am Boden beginnend von innen nach außen und nach oben aufsteigend. Diese Rohrverlegung ist jedoch bei dem „Umsetzen" vom Biomeiler oder bei dem Abbau des Biomeilers schwieriger zu entfernen.
Etwas aufwendiger ist die horizontale Verlegung des Rohres, vom Boden aufsteigend um einen Kern gewickelt. Diese Rohrführung lässt sich leichter beim „Umsetzen" oder bei dem Abbau des Biomeilers entfernen.
Die Verlegung von Platten-Wärmetauschern ist am einfachsten, wenn der Biomeiler gebaut wird und auch am einfachsten bei dem „Umsetzen" oder bei dem Abbau des Biomeilers zu entfernen. Die Platten-Wärmetauscher bei 8 m³ kosten ca. € 800 / PE-Rohr von 200 m Länge und 1" Stärke kostet ca. € 360.
Trockenes Stammholz hat pro kg einen Brennwert von 5 kW, in einem Holzofen verbrannt, der einen Wirkungsgrad von 80% hat, liefert uns das 1 kg Holz 4 kW Wärme. Der Holzmeiler von 50 t kann also auch nicht mehr als 250.000 kW Wärme liefern. Da die 50 t nicht aus Stammholz sind und stark wasserhaltig, nehmen wir nur einen Holzanteil von 25 t an, also hat der Biomeiler einen theoretischen Brennwert von 125.000 kW.
Davon hat er einen Wirkungsgrad von 75%, da durch die große Oberfläche Wärme verlustig geht. Also gehen wir mal von ca. 80.000 kW aus.
Der Biomeiler liefert 4 l Wasser in der Minute mit Δ von 50° C = 12 kW. Die 12 kW x 24 Std sind 288 kW am Tag und das mal 10 Monate = 86.400 kW. Der Meiler ersetzt somit 8.600 Liter Heizöl.
Auch nach konservativem Abzug von 30% Verlusten hat man innerhalb von 10 Monaten Biomeiler-Betrieb 6.000 Liter Öl erwirtschaftet. Der Biomeiler hat sich bereits in einer Heizperiode amortisiert.
Ja, Sie können die Materialien wie Rohre, Wärmetauscher, Teichfolie, Tauchpumpe, Biogasbehälter, Fernwärmeleitung und Pumpe jahrelang benutzen.
Somit haben Sie einmal Kosten von ca. € 3.300 bei einem Wärme Biomeiler und bei einem Wärme- und Gas-Biomeiler, also einem Hybrid-Meiler von ca. € 4.300. Den einmaligen Anschluss an die Heizungsanlage können Sie mit ca. € 800 ansetzen.
Die Menge des Grünschnitt richtet sich nach Ihrer Bezugsquelle, und könnte so um die € 30 pro Tonne liegen. Also bei einem 50 t-Meiler ca. € 1.500.
Es handelt sich um so genannten Strauchschnitt, der am häufigsten im Winter zur Verfügung steht. Zwischen Januar und März sieht man die großen Haufen an Landstraßen und Autobahnen. Bauhöfe und Abfallhöfe der Gemeinden haben meistens zu viel davon und wären für eine preiswerte Entsorgung dankbar.
Die Schnitzel sollten aus einem Häcksler kommen, der mit einem Rotationsmesser das Material verarbeitet. Die Schnipsel sollten ca. 6 cm lang sein. Das Material sollte möglichst feucht sein und bis zu 3 Tagen gewässert werden. Holz kann bis zu 70% Feuchtigkeit aufnehmen.
Sollten Sie nur abgelagertes Material zur Verfügung haben, versuchen Sie, es mit frischem Material zu mischen. Auf alle Fälle gut und lange wässern. Das Wasser aus dem Meiler an der tiefsten Stelle des Bodens in einer Wanne auffangen und per Gießkanne oder Tauchpumpe erneut über dem Meiler verteilen, bis das Holz alle Feuchtigkeit aufgenommen hat. Bitte benutzen Sie unbedingt das Sickerwasser aus dem Biomeiler, da sich in dem Wasser alle Bakterien befinden, die die Kompostierung benötigt.
Unbedingt die Nachbarn in die Planung mit einbeziehen um Unverständnis oder Neidreaktionen zu verhindern bzw. diesen vorzubeugen. Mindestabstand zum Nachbargrundstück einhalten. Boden mit Folie abdecken, um eine Grundwasserbelastung zu vermeiden, damit ist auch einer möglichen Prüfung vom Bauamt sofort der Wind aus den Segeln genommen.
Grundwasserverunreinigung wäre der einzige Grund, einen Komposthaufen zu verbieten. Grundsätzlich ist ein Komposthaufen beweglich und kein Bauwerk und bedarf somit keiner baurechtlichen Genehmigung.
Da der Biomeiler ca. 10 bis 15 Monate arbeitet (50 t Material = Durchmesser 5m und Höhe von 2,5m) ist es am besten, den Meiler im Oktober aufzusetzen. Dann hat man eine volle Heizperiode vor sich.
Hat man genügend Platz und steht nicht unter Zeitdruck, dann bietet es sich auch an, das im Januar oder Februar zu tun. Zu diesem Zeitpunkt gibt es das frischeste Material an Strauch-/Grünschnitt. Hat man die richtige Menge gewählt und der Biomeiler arbeitet 10 Monate, hat man auch genau zum Start der Gartenbepflanzung frischen Dünger zur Verfügung.
Spielt Platz keine Rolle, kann man auch einen Biomeiler ansetzen und hat bereits den Platz für den Meiler der nächsten Generation vorbereitet, man benutzt also 2 Wechselplätze und ist so vollkommen unabhängig von der „Arbeitszeit" des Biomeilers.
(Wir gehen hier immer von der Minimum-„Arbeitszeit" des Biomeilers von 10 Monaten aus — es ist jedoch gut möglich das ein Biomeiler auch bis zu 15 Monaten Wärme liefert!).
Der Biomeiler liefert: Wärme in Wasser, Biogas zur Verbrennung als Flamme und Verbrennung im Motor für Strom.
Der Biomeiler kann neben der Verwendung für die Heizung oder Biogaserzeugung für Einfamilienhäuser an vielen Orten eingesetzt werden. Ferienhäuser, Aufenthaltsräumen an Baustellen, Turnhallen, Kirchen, selten genutzten Gemeindeeinrichtungen und Lagerplätzen.
Der Biomeiler kann auch Rohrleitungen für Trinkwasser frostfrei halten. Oder Trinkwasser temperieren. Das ist für Weidetiere, Reit- und Kuhställe oder sonstige Anwendung in der Landwirtschaft sehr hilfreich.
Eine Zirkulationsleitung entlang der bereits verlegten Wasserleitung mit einer Pumpe, die permanent das Wasser des Biomeilers zirkulieren lässt, ist möglich.
Zusammengestellt von www.native-power.de, in enger Zusammenarbeit mit www.biomeiler.at, Martin Mollay und www.naturbauten.org, Konstantin Kirsch
1.) Frage zur Anwendung, was genau benötige ich?
2.) Als:
3.) Für wie viele Monate: 10 Monate bis 15 Monate
4.) Fragen zum Standort:
5.) Wie bekomme ich den Biomeiler? Selbst gebaut oder komplett geliefert
6.) Woher bekomme ich das Biomaterial? Vom Bauhof, von den Nachbarn, vom Holzhändler
7.) Woher bekomme ich das Material für die Wasserführung etc.? www.native-power.de
8.) Woher bekomme ich Bauanleitung und Hilfestellung? www.biomeiler.at oder www.native-power.de
9.) Gibt es Seminare zum Thema? www.biomeiler.at oder www.native-power.de
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